Black Jack
Black Jack wurde schon vor mehreren hundert Jahren erfunden, führte jedoch lange Zeit ein Nischendasein. Im 19. Jahrhundert wurde es in die USA eingeführt, nachdem es vor allem auf den Auswandererschiffen angeboten wurde. Einmal in Amerika angekommen, machte es die Binnenschifffahrt von der Ost- bis zu Westküste unsicher und erreichte natürlich auch Las Vegas, das aufgrund der kreativen Glücksspielgesetze der Vereinigten Staaten bald zum Gambler-Dorado schlechthin werden sollte. Aber das ist eine andere Geschichte.
Black Jack, wie wir es heute kennen, ist aus dem modernen Casino nicht mehr wegzudenken. Der Name geht auf einen Bonus zurück, den man sich Anfangs in Amerika ausgedacht hatte, um mehr Spieler anzulocken. Dabei gab es einen erhöhten Gewinn (z.B. +25%), wenn ein Ass und ein Bube mit schwarzer Farbe (Pik oder Kreuz) die 21er- und damit die Gewinnerhand bildeten. An den Bonus erinnert sich heute niemand mehr, der griffige Name ist aber erhalten geblieben. Vorher hatte das Spiel übrigens ganz einfach „vingt-et-un“ geheißen – französisch für einundzwanzig.
Black Jack wird normalerweise alleine gegen einen Dealer gespielt. Man erhält zwei aufgedeckte Karten, der Dealer eine aufgedeckte und eine verdeckte. Die Karten haben Werte: Die Zahlenkarten zählen die jeweilige Zahl, die Bilder je 10 und das Ass je nach Spielsituation 11 oder 1. Der Spieler muss sich nach jeder Karte entscheiden, ob er eine weitere Karte haben möchte. Übertrifft er jedoch die Gesamtpunktezahl von 21, hat der Dealer gewonnen. Liegt er darunter und wagt keinen weiteren Zug, ist der Dealer an der Reihe. Hat der Spieler am Ende mehr Punkte als der Dealer, ohne 21 überschritten zu haben, erhält er seinen Einsatz (meistens) verdoppelt zurück.
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